LaRon [m]
HHJ Team
   

Dabei seit: 10.11.2006
Beiträge: 3.741
Herkunft: Regensburg
Fav. Artist: Evidence, Fashawn, Classified, DamionDavis, SeraFinale, Shad
Fav. Crew: CunninLynguists, Mobb Deep
Fav. Producer: Tone Mason, DJ Khalil, Exile, 9th Wonder, Nicolay
Fav. CD: Evidence - The Weatherman LP
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Cover:

Release-Date:
15. August 2006
Label:
Sony Music | Columbia Records
Single:
S.E.X. - (feat. LaLa Brown)
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Wertung: (4 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. Intro
02. Slow Down - (feat. Young Buck & Doc Black)
03. Goodbye
04. Let's Stay Together
05. Biggie Nigga
06. Ghetto Superman
07. S.E.X. - (feat. LaLa Brown)
08. Down Here, Up There
09. The River
10. Still Here - (feat. Three 6 Mafia & Project Pat)
11. More Than a Girl
12. Stingy
13. Radio
14. Keep Ya Head Up
15. I'll Always Love You
Review:
Lyfe Jennings zählt ohne Zweifel zu den angesagtesten Protagonisten im Neo Soul Genre. 2004 zeigte sich der aus Toledo, Ohio, stammende Sänger mit seinem Debüt Longplayer erstmals einem größeren Publikum und blieb damals schon dem Hörer dank seines Markenzeichens im Gedächtnis.
Seine rauchige Stimme ist einfach unverkennbar, fast schon einzigartig und drückt „The Phoenix“, welches auf Platz 2 der US Billboard Charts einstieg, ebenfalls seinen Stempel auf, welches grundsätzlich eher auf langsameren Instrumentalen basiert. Thematisch pendelt das Album zwischen Liebe und ernsten Themen, geprägt von Schmerz, Frustration, falschen Entscheidungen und Enttäuschungen. Beispielweise verarbeitet Lyfe Jennings seine über 10 Jahre andauernde Zeit im Gefängnins und vermittelt zugleich mit „Goodbye“ eine gewisse Aufbruchsstimmung, dessen Emotionalität einzig durch den Einsatz eines Klaviers und seinen Gesangeinlagen richtig stimmig zur Geltung kommt. Jennings erzählt vom „Ghetto Superman“, welcher die Hölle auf Erden durchschritt und immer noch seinen Weg fortführt, während mit „Let's Stay Together“ Beziehungsprobleme aufgearbeitet werden. Mit „Biggie Nigga“ macht Jennings deutlich, dass es schwerer ist eine Frau zu verlassen, als sich auf eine Frau einzulassen. Hierzu gesellen sich Ansätze von E-Gitarren und knallende Drums, die dem ganzen Nachdruck verleihen, währenddessen seichte Gitarren das an die Herzdame adressierte „More Than A Girl“ schmücken.
“More than a girl more than a friend //
Some one I can depend on till the end //
Most folks talk about me cause they don’t see what we see //
It’s the difference between hating and loving me.”
Wie gut er es versteht sein Stimmkaliber einzusetzen, beweist Lyfe Jennings mit „Radio“ oder dem herzzerreißenden „I’ll Always Love You“. Dem Tupac Shakur Remake „Keep Ya Head Up“ verpasst Jennings seine ganz persönliche Note, auf „S.E.X“ erzählt er eine Geschichte von einem 17-jährigen Mädchen und einem Mann, welcher sie zu verführen versucht, dessen Aufmachung und Genialität überzeugt, welches zusätzlich durch das Lala Brown Feature perfekt ergänzt wird. Am besten wird die Vielseitigkeit des Albums, welches nie seinen roten Faden verliert, durch „Slow Down“ und „Down Here, Up There“ zum Ausdruck gebracht, indem der erstgenannte Song von einem stampfenden, kraftvollen Beat begleitet wird, während der andere Track eher im Slow Jam Bereich anzusiedeln ist. Einzig die überschaubare Feature-Auswahl hätte besser ausfallen können, bekleckert sich doch keiner der Gäste ausgiebig mit Ruhm, weshalb stets der Hauptakteur mit der rauchigen Stimme selbst die Kohlen aus dem Feuer holt. Ein weiteres Manko sind die Interludes zu jedem Song. Dies mag zunächst bei den ersten Hördurchgängen behilflich sein, um in die Songs hineinzufinden, wandert aber von Mal zu Mal eher in negativere Regionen, stört es doch den Fluss des Albums erheblich.
Es ist Lyfe Jennings gelungen eine sehr persönliche Atmosphäre auf teils düsteren und spirituellen Beats herzustellen, welche er neben seiner grandiosen, unverkennbaren Stimme mit berührenden Geschichten zu bereichern versteht. Mit „The Phoenix“ wurde der Sammlung des modernen RnB’s ein weiteres, großartiges Album hinzugefügt, welches sich durch seine Eigenständigkeit vom Einheitsbrei doch ein Stück weit abhebt, dass jedem Fan, sowohl dem der RnB Szene, als auch dem geneigten Soul Hörer, dringendst ans Herz gelegt wird. Wer Album Nummer Eins bereits klasse fand, wird „The Phoenix“ ebenso mögen!
Anspieltipps:
Goodbye
Biggie Nigga
S.E.X. - (feat. LaLa Brown)
I'll Always Love You
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Hip Hop Ain't Dead, It Lives In The North!
"Can We Pretend That Airplanes // In The Night Sky // Are Like Shooting Stars!"
LaRon @ SoundCloud.com
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